NABU Wir über uns Chronik

Zur Chronik des NABU Rheingau

von Manfred Wilke

Am  2.  März  2011  hielt  der  NABU-Rheingau   möglicherweise  schon  seine  58. Jahres-  hauptversammlung ab, denn solange dürfte unser Naturschutzverein bereits bestehen . Ich bin gerade dabei, seinem  „Lebenslauf“  nachzuspüren , wobei mir besonders seine Gründung Schwierigkeiten  bereitet , weil  seine  Begründer  längst  verstorben  sind  und  jedwede Unterlagen fehlen.  Soviel  steht  fest , dass  in  den  fünfziger  Jahren  einige  Rheingauer Forstleute und andere Naturschützer den  „ Vogelschutz-Verein Rheingau “ gegründet haben, der auch bald als  „ eingetragener Verein “  ( e.V. ) beurkundet wurde . Wie ich gerade feststellen musste , hat das Amtsgericht Rüdesheim vor ca. vier Jahren alle Vereinsunterlagen ins Amtsgericht Wiesbaden ausgelagert , wo ich weiterhin recherchieren werde .

Am 3. November 1988 löste sich der  „ Vogelschutz – Verein  Rheingau “  in einer außerordentlichen  Mitgliederversammlung auf  (nach ca. 35 Jahren !) , um sich gleichzeitig  in   die  „ DBV -  Ortsgruppe  Rheingau “   ( Deutscher Bund für Vogelschutz )  umzubenennen . Wir erwarteten von diesem Schritt  in diesen großen und renommierten Verband  ein größeres   Mitspracherecht in Naturschutzangelegenheiten , was auch der Fall war .

Nach  der  politischen  Wiedervereinigung  wurde durch Beratungen und Umfragen versucht , sich mit den Neuen Bundesländern zu einem einheitlichen und gemeinsamen Naturschutzverbund  zu  organisieren ,  was  auch  endlich 1993  gelang : Es  entstand  der  gesamtdeutsche   „ NABU-Deutschland “  ( Naturschutz-Bund Deutschland ) , womit  auch   der  NABU – Rheingau aus der Taufe gehoben war.

Die  Ortsgruppe  Kiedrich  schloss  sich in einer  gemeinsamen  Jahreshauptversammlung  mitNeuwahlen am 11. Januar 1999 dem NABU-Rheingau an . Unsere benachbarten Ortsgruppen, mit denen wir gut zusammenarbeiten, sind der NABU-Bingen, der NABU-Schlangenbad, der NABU-Wiesbaden, der NABU-Idstein und der NABU-Waldems.

Zur  Zeit besteht der NABU-Rheingau aus ca. vierhundert Mitgliedern. Eine neue Werbekampagne von der zentralen NABU-Verwaltung in Berlin läuft gerade wieder im Rheingau-Taunus-Kreis. Natürlich sind von diesen Mitgliedern wie bei allen solchen ehrenamtlichen Verbänden nur relativ wenige dauernd aktiv bei den verschiedenen Besprechungen und Arbeitseinsätzen engagiert , aber immerhin unterstützen sie durch ihre Beiträge finanziell die Naturschutzziele des NABU . So  konnten wir z.B. in den letzten Jahren verschiedene Geräte und Werkzeuge anschaffen,die unsere Naturschutzarbeit sehr erleichtern.

Ein gewisses Unbehagen besteht für unsere Ortsgruppe darin, dass wir kein eigenes Vereinshaus  mehr haben . Die  Jahreshauptversammlung   2011  fand  z. B. im  Magdalenenhof  in Rüdesheim – Eibingen  statt und  die  monatlichen  Treffen  ( jeden 1. Mittwoch um 20 Uhr ) finden mal hier und mal dort in verschiedenen Gaststätten statt (Bekanntgabe im Rheingau-Echo  auf  der  Seite  „Mitteilungen der Vereine und Verbände“ ) . Das  hat  natürlich  auch verschiedene Vorteile , aber für unsere Aktensammlung und Bücherei , für unsere Geräte und Werkzeuge brauchen wir unbedingt ein Depot , was in den Anfängen des Vogelschutzvereins Rheingau noch nicht nötig war . Damals tagten wir immer in der Gaststätte  „Kathrinchen“ in Eibingen . Anfang der 80-er Jahre mieteten wir von der Stadt Lorch ein altes Gebäude im Pfaffental an der Wisper  ( erbaut ca. 1955 für Flüchtlinge ), welche wir selbst renovierten  und bis 2005 als Depot, Tagungsstätte und Seminarhaus nutzten („NABU-Naturschutzhaus“).

Als die Miete immer höher wurde und die laufenden Sanierungskosten unseren Etat weit überstiegen , mussten wir kündigen . Wir bekamen dann als Notlösung fast kostenlos von der Stadt Lorch einen Raum im Dachgeschoss des Lorcher Bauhofs zur Verfügung gestellt, bis ein Privatinvestor den Bauhof kaufte und wir wieder ausziehen mussten . Auf der Suche nach einer neuen Unterkunft fanden wir einen Kellerraum im Geisenheimer Rathaus , in den wir am 28.12. 2009 umzogen. Auch dies betrachten wir als Notlösung. Nach einer geeigneten Unterkunft, die wir sowohl als Depot als auch als Sitzungsraum benutzen können, sind wir weiterhin auf der Suche ! Hat jemand zufällig einen geeigneten Vorschlag ? 

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